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Twitter-Verbot für Politiker im Superwahljahr 2009

Eine gewagte These – doch was erscheint nicht alles machbar, nachdem Zensursula das Gesetz zum Schutz der Kinder im Internet ohne Mühe und Not durchpeitschen konnte (wir erinnern uns an die partei-internen Widersprüche, an die erwiesene Nutzlosigkeit eines solchen Gesetzes und die “Petition der 134.000″).

Nachdem sich nun immer mehr Bundestagsabgeordnete auf Grund guter Bezahlung dazu entschließen, das Volk am politischen Prozess via Twitter teilhaben zu lassen, gab es auch prompt das erste Skandälchen bei der Wahl des Bundestagspräsidenten Köhler vor einigen Monaten.

Vorläufige Wahlhochrechnungen wurden vor offizieller Verlautbarung der Wahl über Twitter in die Welt hinaus posaunt und so einem weit größeren als Publikum weit schneller zugänglich gemacht als jemals zuvor.

Die folgende “Schlammschlacht” – wiederum über Twitter ausgetragen – könnte durchaus zum Schmunzeln anregen. So viel Transparenz wünscht man sich doch in jedem Bereich des politischen Lebens in Berlin.

Um ein langes kurz zu machen: Wähler-Mobilisierung über Twitter auf Grund von Hochrechnungen könne die Wahlen verfälschen. Verschiedene MdBs – vorne weg der sehr verehrte Wiefelspütz – regten ein Twitter-Verbot für MdBs an oder schlugen einfach Schweigegelübe für die Zeit der geöffneten Wahllokale vor. Twitter läßt sich halt nicht abschalten oder hinter einem Stopp-Schild verstecken. Noch nicht zumindest.

Auf die einfachste Lösung scheint übrigens niemand gekommen zu sein: Für die Zeit der Wahlen keine Infos über Hochrechnungen direkt in die Wahlkampf-Zentralen der Parteien zu liefern. Erhöht die Spannung innen und löst Probleme.



Von SophiadesignsSophiadesigns in Blog am 28. Juni 2009 mit 0 Kommentaren »


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