Die Presse

Sophiadesigns Blog

Internes & PMs · Sophiadesigns Blog · In der Presse

Vom Trampelpfad zur Autobahn – ein Effekt der agilen Software-Entwicklung

“Agile” als Schlagwort greift immer mehr um sich. Dabei fällt insbesondere auf, dass es Bestrebungen gibt die ursprünglich aus der Software-Entwicklung stammenden agilen Methoden auch auf andere Bereiche einer Organisation anzuwenden. Spannend wird es immer dann, wenn ein agiler Ansatz auf klassische Denke stößt. Im folgenden Artikel möchte ich darstellen, wie sich das agile Denken auf die Produktentwicklung für unsere Kunden auswirken kann.

Grundsätzlich: was ist agile Softwareentwicklung?

Mit agiler Softwareentwicklung wird die Art und Weise beschrieben, wie sich Software-Teams intern selbst organisieren. Das Endprodukt wird dabei nicht noch vor Entwicklungsbeginn komplett definiert und dann versucht diesen Projekt-Plan abzuarbeiten. Agile Teams wissen, dass sich die Anforderungen an Software im Laufe ihrer Entwicklung ändern und daher der Projektplan jedenfalls angepasst werden muss. Daher konzentrieren sich agile Teams von Anfang an darauf funktionierende Software-Bestandteile iterativ, also in kleinen Schritten, abzuliefern. Auf Grund dieses “Zwischenberichts” kann dann von allen Projekt-Beteiligten evaluiert werden, ob eine Anpassung in eine andere Richtung für die nächste Iteration sinnvoll ist. Das Endziel von agilen Teams ist dabei bessere Software zu liefern als das mit klassischen Projekt-Management-Methoden möglich wäre, weil man eben nicht an einem möglicherweise unsinnigen Ausgangsplan stupide festhält, sondern den Fokus auf ein besseres Endprodukt legt.

“Agile” vs. klassisch in der Produktentwicklung

Will man jetzt z.B. eine App mit den Grundfunktionen A, B, C und den Zusatzfunktionen X, Y, Z entwickeln, so könnte man einerseits die Auffassung vertreten: “Ich entwickle die App mit allen Funktionen und werfe sie auf den Markt.” Wenn die App dann nicht ankommt, weil die Zusatzfunktionen X, Y, Z niemand benötigt und die Grundfunktion C besser hätte anders aussehen müssen, hat sich die Entwicklung schon nicht rentiert. Will der Auftraggeber die Funktionen C, X, Y und Z jetzt anpassen, wird es unnötig teuer.

Besser wäre es gewesen von Anfang nur die Grundfunktionen zu entwickeln um dann eine erste Marktreaktion abzuwarten und die App danach – iterativ – weiter an den Bedürfnissen und Wünschen der Benutzer zu entwickeln. Für den Auftragnehmer, also z.B. Sophiadesigns, stellt so ein Vorgehen aber ein gewisses Risiko dar, weil wir natürlich ein gewisses Risiko mittragen, wenn schon die Grundfunktionen A, B, C nicht ankommen und sich der Auftraggeber daher entscheidet die App gar nicht weiter zu entwickeln. Hätten wir in diesem Fall das klassische Vorgehen gewählt, hätten wir an den Funktionen X, Y, Z zum Nachteil des Auftraggebers mitverdient.

Letztlich lehnen wir, Sophiadesigns, so ein Verhalten aber ab. Wir möchten mit unseren Kunden in langfristigen, vertrauensvollen Beziehungen stehen und dazu gehört eben auch die gegenseitige Rücksichtnahme bei der gemeinsamen Produkt-Entwicklung. Wir empfehlen daher immer ein schrittweises Vorgehen bei der Entwicklung von innovativen Produkten.

Trampelpfad oder direkt die Autobahn?

Eine Autobahn zu bauen ist teuer, dauert lange und bedarf viel Planung. So gesehen, warum sollte man überhaupt Autobahnen bauen? Die Antwort ist einfach: weil man sie braucht. Wie aber wird der Bedarf ermittelt? Am einfachsten durch die Feststellung, dass der Trampelpfad nicht mehr ausreicht um alle Reisenden zu befördern. Dann lohnt sich der Ausbau zur Autobahn, weil eben ein gesicherter Bedarf besteht.

Für die Produkt-Entwicklung, sei es eine App, eine web-basierte Software oder eine Webseite, lohnt sich in der Regel das gleiche Vorgehen: ein Trampelpfad entsteht nämlich dadurch, dass man einfach mal losgeht. Übersetzt würde das bedeuten: Sie als Kunde haben ein komplexes Endprodukt im Kopf, gemeinsam überlegen wir uns, was die Grundfunktionalität A eigentlich ist und entwickeln dann nur diese gemeinsam. Dann beobachten wir, ob und wie das Produkt angenommen wird und entscheiden dann, welche Funktionen als nächstes implementiert werden.


Wenn auch Sie also eine Idee im Kopf haben, aber sich nie getraut haben diese umzusetzen, weil sie Ihnen zu komplex oder teuer in der Entwicklung erschien, kontaktieren Sie uns einfach für ein unverbindliches, erstes Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!



Von SophiadesignsSophiadesigns in Blog, Presse am 3. April 2014 mit den Schlagwörtern: , , , mit 0 Kommentaren »


Name (erforderlich)
e-Mail (erforderlich)
URL (no no-follow)
Kommentar (erforderlich)
XHTML: Diese HTML-Tags dürfen Sie verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>